Rückblickend: Woher kam Claas‘ selbstfahrender Häcksler?

Claas Jaguar Feldhäcksler sind heute in jedem Sommer auf Farmen in ganz Irland anzutreffen – aber das Aufkommen des selbstfahrenden Feldhäckslers ist ein überraschend neues Phänomen.

Alles begann für Claas mit dem 120 PS starken Jaguar 60, der 1973 auf den Markt kam. Die Maschine entstand aus der Notwendigkeit, mehr Mais in kürzerer Zeit zu ernten.

Als nächstes (1975) kam der größere 213 PS starke Jaguar 80 SF – mit einer deutlich breiteren (Häcksel-)Trommel.

Ein Jahr später – 1976 – wurde der 60 SF aus dem Programm genommen – um Platz zu machen für den neuen 70 SF. Je nach Spezifikation kann er mit einem 150 oder 175 PS Motor ausgestattet werden. Er teilte einige der Funktionen, die erstmals bei seinem größeren Bruder – dem 80 SF – eingeführt wurden.

Die 70 SF blieben bis 1982 in Produktion, die 80 SF überlebten bis ins nächste Jahr.

Die viel modernere 600er Serie kam 1983 auf den Markt; mit dieser Besetzung konnte Claas seine wachsende Dominanz auf dem europäischen Markt ausspielen.

Die SL-Reihe kam 1987 auf den Markt; sie zeichnete sich durch ihre V-Trommel mit versetzten Messern aus. Am deutlichsten zu erkennen war die formschöne Kabine. Die Spitzenleistung lag bei 354 PS unter der Haube – eine ganze Menge in den aufregenden Tagen der späten 80er Jahre.

Eine seismische Veränderung erfolgte 1993 mit der Einführung der Serie 310-481hp 800. Diese Maschinen haben die Entwicklung des Häckslers auf eine neue Stufe gehoben; sie stellten einen weiteren großen Sprung nach vorne dar.

Überarbeitete Modelle der Serie 800 (830, 850, 870 und 890) kamen 1999 auf den Markt, zusammen mit einem neuen 605 PS starken Flaggschiff – dem Jaguar 900.

Die bulligen 930, 940, 950, 960, 970 und 980 kamen 2007 – vor 11 Jahren – auf den Markt.

Diese Maschinen führten zu einer Vielzahl von Updates, zusammen mit einer größeren Kabine. Hervorzuheben sind eine neue intelligente Motorsteuerung, ein kontinuierliches Feuchtemesssystem und eine neu gestaltete Trommel/Zylinder.